Kirschenwochen Vorschau: Gastbetriebe wieder offen

Wir freuen uns, dass Gastbetriebe endlich ihre Türen wieder öffnen können. Situationsbedingt wird die Öffnung aber unterschiedlich gehandhabt. Wie immer lohnt es sich deshalb, vorgängig anzufragen und einen Platz zu reservieren. Die Kirschbäume hängen voll „Schoreniggeli“, es wird also wieder köstliche Hochstammfrüchte geben. Da Gastwirte und Gastwirtinnen im Moment gezwungen sind, spontan auf die aktuelle Lage zu reagieren, wird es auch für die Kirschenwoche kurzfristige Angebote geben.

Deshalb – unbedingt nachfragen. Und vielleicht nehmen Sie sich dieses Jahr Zeit, Kirschen selber zu pflücken und planen auch für den eigenen Haushalt die Verwendung und Verwertung von Hochstammkirschen ein.

Viel Vergnügen

Forum Kontrovers 2020

Forum kontrovers – Wald im Stress

Ein voller Gemeindesaal in Tenniken zeigte, dass wir den Nerv mit unserem Thema zum Forum kontrovers getroffen hatten. Über 70 Personen wollten von den Referierenden wissen, wie es dem Wald geht, wie sich die unterschiedlichen Nutzergruppen im Wald bewegen , welche Konfliktsituationen bestehen und wie man diese lösen kann. Auf dem Podium gaben dazu Nathalie Oberholzer, Inhaberin Umweltagentur ecoviva, Umweltbildung Naturforum Regio Basel, René Schenker, Sektionsleiter Trailnet NWCH , Hanspeter Stoll, Bürgerrat Liestal und Rolf Wirz, Vorstandsmitglied Jagd Baselland Auskunft aus ihrer Sicht. David Thommen, Chefredaktor der Volksstimme, moderierte den Anlass geschickt und gespickt mit aktuellen Fragen.

Naturgemäss war Ueli Meier, Vorsteher Amt für Wald beider Basel, der Meistgefragte, nicht zuletzt, weil der Sturm Sabine eben erst am selben Abend abzuflauen begann.

Generell waren sich die Referierenden einig, dass alle Nutzergruppen den Wald mit Sorgfalt und Respekt betreten und den Lebensraum weiterhin geniessen sollen. Der Wald wird bleiben, aber er wird sich wandeln; wie, das ist noch nicht klar.

Ast um Ast – 2020

25. Januar 2020. Ast um Ast sägten die motivierten Kursteilnehmer*innen unter kundiger Anleitung von Franco Weibel vom Zentrum Ebenrain und von Dieter Buess Profi-Baumschneider hoch über Maisprach von den grossen Hochstämmen.

Ziel ist es alte, meist nicht mehr für die Produktion genutzte Bäume um überflüssige Äste zu entlasten, damit sie möglichst lange noch unser Landschaftsbild prägen und als Lebensraum dienen. Wenn dabei die Kraft ans rechte Ort geleitet wird – in den Fruchtansatz – ist das ein willkommener Nebeneffekt für den Eigengebrauch.

Ein sehr erwünschtes Ergebnis besteht auch im anfallenden Schnittgut. Mit diesem mal dickeren mal dünneren Material baute die zweite nicht minder interessierte Gruppe zwei neue Burgen für Wiesel. Dicht verwoben bildet so ein Asthaufen geschützten Ort für Wiesel, sei es als Tagesversteck oder zur Aufzucht von Jungen in der eingebauten Höhle.

Nah dran – Besichtigung Kläranlage Häfelfingen

16. November 2019. Passend zu unserem Jahresthema Wasser, besuchten wir an unserem letzten Anlass im 2019 die Kläranlage in Häfelfingen. Hier findet das Brauchwasser der Gemeinde seine vorläufige Endstation.

Stefan Loosli vom Amt für Umweltschutz und Energie AUE erklärte den Anwesenden eindrücklich den Weg des verschmutzten Brauchwassers vom Einfluss bis zur letzten Reinigungsstufe vor Ort. Die Funktionen der verschiedenen Stationen kamen dabei ebenso zur Sprache, wie etwa die Problematik neuer Stoffe oder steigender Abwassermenge. Die Kläranlage wurde 2013 instandgesetzt und auf den neusten Stand gebracht. Trotzdem ergeben sich immer wieder neue Fragen, so zum Beispiel die zu geringe Verdünnung des gereinigten Brauchwassers durch das Bachwasser im abfliessenden Bächlein. Jedenfalls riet Geri Koch, technischer Leiter vom Amt für industrielle Betriebe AIB, vom Bad im Eimattbächli ab. 

Nach der Besichtigung offerierte der Gemeinderat im Gemeindezentrum Häfelfingen einen Apéro auf wunderbar dekorierten Tischen. Herzlichen Dank!

Oltiger Markt 2019

Oltiger Määrt 2019

Unser neues Logo am grossen Scheunentor lockte am Oltiger Määrt erstmals wirklich in einen Erlebnisraum.

Dutzende von Besucher*innen klein und gross, wagten sich barfuss hinter den blauen Vorhang in die geheimnisvolle Beggeschüüre. Eintauchen in die dämmrige Stimmung und mit den Füssen tastend über verschiedenste Materialien gehen war eins, dabei Düfte und Temperaturunterschiede wahrnehmen das andere. Auch Vogelgezwitscher und das Plätschern der jungen Ergolz hinter dem Haus konnte man entdecken. Nach dem Rundgang wurde im Wettbewerb angekreuzt, was man erlebt hatte. Und ja – es gab viele, die das Erlebnis gerade noch einmal genossen haben, nicht nur, weil sie nicht mehr genau wussten, worüber sie gelaufen sind.

Tipp: Unsere schöne Oberbaselbieter Landschaft bietet solche Erlebnisse ganz natürlich.   

Kirschgarten Bluescht

Kirschenwochen 2019

Kirschen in Hochform: süss, sauer, scharf oder pikant, serviert von Baselbieter Gastbetrieben – angeregt durch den Verein Erlebnisraum Tafeljura.
Die Leckereien auf dem Teller bieten doppelten Genuss: einmal beim Essen und einmal in der Landschaft. Lokale Produktion und Verarbeitung von Hochstammfrüchten erhalten die artenreichen und ökologisch wertvollen Hochstammobstgärten und damit das typische Baselbieter Landschaftsbild!

Exkursion zur Feldscheune Rütiboden

Wasser, das Jahres Thema von Erlebnisraum Tafeljura, hat uns den ganzen Tag begleitet. Im Vorfeld hatte es bereits kräftig geregnet, ein bisschen neblig war es auch, eine mystische Stimmung lag über der Landschaft in Läufelfingen. Beim Aufstieg beobachteten wir fasziniert die erfolglosen Jagdversuche des Turmfalken. Auf der Höhe berichtete Daniel Schmutz spannende Details zur Tunnelquelle und den Folgen des Baus für die Wasserversorgung im Homburgertal. Im Gänsemarsch ging‘s vorbei an alten knorrigen Baumgestalten zum Weidstall. Hier konnte man sich beim Bohren von Deucheln den früheren Wasserleitungen aus Holz versuchen, keine einfache Sache. Genau dann, als Petrus die Schleusen öffnete, sassen wir im Trockenen und genossen beste Grillwürste und Brot. Nach einem Blick durch die Tür zu den triefenden Baumriesen, war der Entscheid zu Crèmeschnitten und Kaffee ein leichter. Trocken wanderten wir nachher vorbei am Hof Reisen und am Wasserfall des Murenbachs nach Läufelfingen zurück. Kaum unter dem Bahnhofdach angekommen, goss es wieder in Strömen. Wasser – unser Lebenselixier.

Artikel in der Oberbaselbieter Zeitung

Fotoimpressionen

Podium Forum kontrovers Wasser

Forum kontrovers – Geht uns das Wasser aus?

Ein Grossaufmarsch verfolgte zu Beginn der Veranstaltung in Buus aufmerksam die Erläuterungen zur Wasserversorgung von Christian Kaufmann, Gemeinderat Buus. Anschliessend verschob man sich für das siebte „Forum kontrovers“ in den Gemeindesaal Buus, welcher schliesslich bis auf den letzten Platz besetzt war. Gefragt waren vom Podium Antworten auf folgende Fragen: Welche Auswirkungen hat der Hitzesommer 2018 auf unsere Region? Wie gedenken Kanton und Gemeinden im Bereich der Wassernutzung und der Gewässergestaltung auf die Folgen des Klimawandels einzugehen? Welche Folgen hat die Zusammenlegung der Abwasserreinigungsanlagen für die Gewässer unserer Region?

Unter der Leitung von David Thommen, Chefredaktor der Volksstimme, diskutierten Fachleute über Strategien, Chancen und Risiken für unsere Landschaft, Landwirtschaft und Bevölkerung in Wasser-Fragen. Adrian Auckenthaler (Dr. phil II, Leiter Ressort Wasser und Geologie Bau- und Umweltschutzdirektion BL), Urs Chrétien (Projektleiter Kulturlandaktion Hase &co Pronatura Schweiz, ehem. Geschäftsführer Pro Natura BL), Christian Kaufmann (Landwirt und Gemeinderat Buus) und Simon Scherrer (Dr.sc.nat., Dipl. Geograph, Geschäftsführer Scherrer AG) kreuzten nach der Begrüssung durch Nadine Jermann, Gemeindepräsidentin Buus ihre Klingen.

Medienberichte der Volksstimme und der OBZ

und Fotoimpressionen

Forum kontrovers – Einheit statt Vielfalt?

Zu klein, zu gross und immer die gleichen Sorten – wir sprachen von Kirschen, Zwetschgen, Äpfeln, kurz von Früchten (und Gemüse) und den steigenden Anforderungen an ihr Äusseres. Auf dem Podium waren Jonas Inderbitzin (Sensoriker Agroskop Wädenswil) Maya Graf (Co- Präsidentin Hochstamm Suisse), Hansruedi Wirz (Mitglied Vorstand CH Obstverband), Heinz Jeker (Migros Basel). Die Referenten gaben Einblick in die Abläufe zwischen den Produzenten (Landwirtschaft), den Grossverteilern und den Kunden.

Das Mass aller Dinge sind oftmals die Verkaufszahlen: wird eine bestimmte Sorte oder Grössenklasse viel gekauft, gilt sie als gesetzt und wird von der Landwirtschaft so angefordert. So z.B. der Apfel Gala – obwohl er in Blind-Degustationen schlecht abschneidet.

Dass Grossverteilern aus logistischen Gründen Grenzen gesetzt sind, ist die eine Seite der Geschichte, dass auch von Seiten des Obstverbandes Sortenwahl und Fruchtgrösse mitbestimmt werden, die andere.

Den wenigsten KonsumentInnen ist bewusst, wie viele andere Sorten (noch) existieren, welche Schritte nötig sind, um eine „perfekte“ Frucht oder ein „ erstklassiges“ Gemüse zu züchten und zu produzieren und welche Einflüsse die Produktionsart (Plantagen/Hochstamm) auf Natur und Landschaft haben.

Was heisst denn „perfekt“ und „erstklassig“? Unterschiedliche Verwendungszwecke wie Tafelobst oder Kochobst sowie verschiedene Geschmacksvorlieben würden eine größere Vielfalt im Angebot wünschen lassen. Das ist wohl Terrain für die kleineren Produzenten und Vermarkter. Der Erhalt von Genen mit wertvollen Eigenschaften ist ein weiterer wichtiger Grund für den Erhalt der Sortenvielfalt. Schliesslich ist sogar das Landschaftsbild direkt betroffen von der Wahl einer Frucht im Laden.

Qualität – ein schwieriger Begriff, wenn‘s um Früchte oder Gemüse geht. Die Frage wurde aus dem Publikum rege diskutiert.

Im Anschluss genossen wir einen wunderbaren Hochstamm-Apéro von Posamenter.

Ast um Ast – 2018

Bereits zum vierten Mal boten wir am 27. Januar ein interessantes Doppelpack in der Natur an.

In unserm Kurs lernten interessierte Landwirte und Private nach welchen Regeln ein guter Schnitt an Hochstammbäumen auszuführen ist. Franco Weibel vom Landwirtschaftlichen Zentrum Ebenrain und Dieter Buess von der Hochstammgruppe des Baselbieter Obstverbands leiteten insbesondere zum Erhaltungs- und Entlastungsschnitt an alten Hochstammbäumen an, welcher zur Verlängerung deren Lebensdauer beiträgt.

Unser Landschaftsbild lebt von den Streuobstgärten, das Baselbiet wird auch meistens mit Bildern davon vermarktet!

Parallel wurden mit dem anfallenden Schnittgut mehrere Wieselburgen zur Möblierung der Landschaft mit Trittsteinen für Wiesel und Co. aufgeschichtet. Eine willkommene Ergänzung im Teilprojekt Zeglingen innerhalb des Projekts Wieselnetz Tafeljura. Mit dem „Abfall“ aus der der Pflege des einen Lebensraums haben wir so neue Lebensräume geschaffen.