Wanderung „Hochstammbäume und Streuobstgärten“

6. Oktober 2019 um 09:00 13:00

Gemeinsame Wanderung Wanderwege beider Basel und Verein Erlebnisraum Tafeljura

Hochstamm-Obstgärten bereichern das Landschaftsbild und bilden die Lebensgrundlage für eine vielfältige Tierwelt. Der Verein Erlebnisraum Tafeljura setzt sich für den Erhalt dieser wertvollen Kultur- und Landschaftselemente ein. Dora Meier macht uns auf die Einzigartigkeit dieser Landschaft aufmerksam und zeigt uns, wie mit originellen Produkten neue Absatzmärkte für Hochstammfrüchte geschaffen werden.

Treffpunkt: 09.45 Uhr, Anwil, Postautohaltestelle Talweiher (Bus 102)
Wanderroute: Vom Anwiler Talweiher über den Egghof nach Oltingen und weiter nach Wenslingen
Wanderzeit: 2:15 h, 7,5 km, 300m Auf-/Abstieg
Verpflegung: Wurst und Brot von der BLKB offeriert, Mineralwasser von der Eptinger AG, offeriert
Anmeldung: bis Mo 30.09.2019 erwünscht an Geschäftsstelle der WWbB (siehe unten).
Referentin: Dora Meier, Wenslingen
WanderleiterIn: Karl und Marianne Meyer, WbB

Wanderwege beider Basel

+41 61 922 19 44

www.wwbb.ch

Anwil, Postautohaltestelle Talweiher (Bus 102)

Talweiher
Anwil, Schweiz
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Podium Forum kontrovers Wasser

Forum kontrovers – Geht uns das Wasser aus?

Ein Grossaufmarsch verfolgte zu Beginn der Veranstaltung in Buus aufmerksam die Erläuterungen zur Wasserversorgung von Christian Kaufmann, Gemeinderat Buus. Anschliessend verschob man sich für das siebte „Forum kontrovers“ in den Gemeindesaal Buus, welcher schliesslich bis auf den letzten Platz besetzt war. Gefragt waren vom Podium Antworten auf folgende Fragen: Welche Auswirkungen hat der Hitzesommer 2018 auf unsere Region? Wie gedenken Kanton und Gemeinden im Bereich der Wassernutzung und der Gewässergestaltung auf die Folgen des Klimawandels einzugehen? Welche Folgen hat die Zusammenlegung der Abwasserreinigungsanlagen für die Gewässer unserer Region?

Unter der Leitung von David Thommen, Chefredaktor der Volksstimme, diskutierten Fachleute über Strategien, Chancen und Risiken für unsere Landschaft, Landwirtschaft und Bevölkerung in Wasser-Fragen. Adrian Auckenthaler (Dr. phil II, Leiter Ressort Wasser und Geologie Bau- und Umweltschutzdirektion BL), Urs Chrétien (Projektleiter Kulturlandaktion Hase &co Pronatura Schweiz, ehem. Geschäftsführer Pro Natura BL), Christian Kaufmann (Landwirt und Gemeinderat Buus) und Simon Scherrer (Dr.sc.nat., Dipl. Geograph, Geschäftsführer Scherrer AG) kreuzten nach der Begrüssung durch Nadine Jermann, Gemeindepräsidentin Buus ihre Klingen.

Medienberichte der Volksstimme und der OBZ

und Fotoimpressionen

Forum kontrovers – Einheit statt Vielfalt?

Zu klein, zu gross und immer die gleichen Sorten – wir sprachen von Kirschen, Zwetschgen, Äpfeln, kurz von Früchten (und Gemüse) und den steigenden Anforderungen an ihr Äusseres. Auf dem Podium waren Jonas Inderbitzin (Sensoriker Agroskop Wädenswil) Maya Graf (Co- Präsidentin Hochstamm Suisse), Hansruedi Wirz (Mitglied Vorstand CH Obstverband), Heinz Jeker (Migros Basel). Die Referenten gaben Einblick in die Abläufe zwischen den Produzenten (Landwirtschaft), den Grossverteilern und den Kunden.

Das Mass aller Dinge sind oftmals die Verkaufszahlen: wird eine bestimmte Sorte oder Grössenklasse viel gekauft, gilt sie als gesetzt und wird von der Landwirtschaft so angefordert. So z.B. der Apfel Gala – obwohl er in Blind-Degustationen schlecht abschneidet.

Dass Grossverteilern aus logistischen Gründen Grenzen gesetzt sind, ist die eine Seite der Geschichte, dass auch von Seiten des Obstverbandes Sortenwahl und Fruchtgrösse mitbestimmt werden, die andere.

Den wenigsten KonsumentInnen ist bewusst, wie viele andere Sorten (noch) existieren, welche Schritte nötig sind, um eine „perfekte“ Frucht oder ein „ erstklassiges“ Gemüse zu züchten und zu produzieren und welche Einflüsse die Produktionsart (Plantagen/Hochstamm) auf Natur und Landschaft haben.

Was heisst denn „perfekt“ und „erstklassig“? Unterschiedliche Verwendungszwecke wie Tafelobst oder Kochobst sowie verschiedene Geschmacksvorlieben würden eine größere Vielfalt im Angebot wünschen lassen. Das ist wohl Terrain für die kleineren Produzenten und Vermarkter. Der Erhalt von Genen mit wertvollen Eigenschaften ist ein weiterer wichtiger Grund für den Erhalt der Sortenvielfalt. Schliesslich ist sogar das Landschaftsbild direkt betroffen von der Wahl einer Frucht im Laden.

Qualität – ein schwieriger Begriff, wenn‘s um Früchte oder Gemüse geht. Die Frage wurde aus dem Publikum rege diskutiert.

Im Anschluss genossen wir einen wunderbaren Hochstamm-Apéro von Posamenter.