Wieselnetz Tafeljura

Wiesel brauchen Strukturen – Landschaft auch

Wiesel sind Gegenspieler der Mäuse, sie fressen fast ausschliesslich Scher- und Feldmäuse. Ihre Nahrung finden sie in Wiesen und Weiden. Um sich geschützt vom einen Ort zum andern bewegenzu können, brauchen sie Strukturen, die Deckung bieten, z.B. Hecken, Gebüsche, Steinwälle oder kleine Gräben. Zur Aufzucht der Jungen wird zusätzlich ein geschützter Platz, meist in einem Ast- oder Steinhaufen, gesucht. Vielerorts fehlen solche Strukturen.

In 16 Gemeinden sind lokale Gruppierungen mit der Umsetzung von Strukturen in der Landschaft beschäftigt. Es sind bereits gegen 200 Strukturen entstanden. Im Frühling 2018 wurden bei Erfolgskontrollen 20% der Spurentunnels begangen. Im Frühling 2019 gibt es nochmals Erfolgskontrollen. Das Projekt wird vermutlich fortgesetzt bis Mitte 2020.

Am 13.12.2014 fand ein Kurs für lokale Partner statt. Zahlreiche Interessierte aus dem Projektperimeter (Vogelschutzvereine, Revierförster, Ackerbaustellenleiter, Gemeinderäte) nahmen am Einführungskurs teil. Sie wurden über die Umsetzung von Massnahmen informiert und konnten gleich auch selber Hand anlegen. Entstanden sind mehrere Asthaufen mit Hohlräumen, welche Wiesel gerne als Rückzugsort annehmen. Bei der Bauweise wurde darauf geachtet, dass keine grossen Löcher bleiben, die einem Fuchs oder Marder Gelegenheit zum Eindringen bieten.

Die lokalen Partner sind seither aktiv an der Umsetzung in ihren Gemeinden. In mehreren Dörfern wurden an Naturschutztagen und Arbeitseinsätzen neue Strukturen wie Ast- oder Steinhaufen errichtet. In den ersten Jahren des Projekts sind bereits gegen 200 neue Strukturen entstanden. Die vernetzenden Elemente sollen die Wiesel auch in der Landschaft leiten.

Projektgemeinden
Gelterkinden, Rickenbach, Buus, Hemmiken, Ormalingen, Rothenfluh, Anwil, Oltingen, Zeglingen, Kilchberg, Rünenberg, Häfelfingen, Buckten, Rümlingen, Läufelfingen und Kienberg

Das Projekt wird fortgesetzt.
Projektleitung Cristina Boschi, Jessica Baumgartner

Zwischenbericht 2015
Zwischenbericht 2016
Zwischenbericht 2017/2018
Wiesel – Tier des Jahres 2018

(Stand November 2018)